Wohin würdet ihr
die Schlafenszeit einordnen – zu dem vergangenen oder dem folgenden
Tag? Wahrscheinlich zu keinem von beiden. Auch wenn nicht immer
gleich lang, gibt es ja immer noch die “Nacht”, in der man in der
Regel schläft. Ein Tag geht zu Ende, man hat seine Pläne geschafft
oder eben nicht, und dann ist es erstmal wieder vorbei, und bis zum
nächsten Aufwachen ist kein Tag.
Aber dennoch, wenn
ihr euch entscheiden müsstet (man sagt ja schließlich auch, ein
“Tag” habe 24 Stunden)? Wenn ich euch zwingen müsste, was würde
sich für euch richtiger anfühlen? Für eine faire Lösung könnte
man ja zum Beispiel den neuen Tagesbeginn genau in der Mitte des
Schlafens ansetzen. Der Ablauf der verschiedenen Schlafstadien
unterscheidet sich schließlich auch merklich in der zweiten
Nachthälfte. Aber hier soll es auch nicht um Fairness gehen. Nein,
die Frage ist, wo subjektiv gesehen für euch der neue Tag beginnt
und wo der alte endet, wenn beides genau auf den gleichen Zeitpunkt
fallen soll?
Was soll die ganze
Fragerei?
Vielleicht könnte
es ja einen Unterschied fürs Wohlbefinden machen, wo man diesen
neuen Anfang ansetzt.
Ich würde vermuten
(und kann damit komplett falsch liegen), dass fast alle sagen, ein
neuer Tag beginnt mit dem Aufwachen. Die Zeit des Schlafens gehört
noch zum alten Tag. Die ganze Müdigkeit, die sich vorher angesammelt
hat und Rezeptoren blockiert, muss noch aufgeräumt werden. Neues
kann erst nach dieser Zeit der Inaktivität beginnen.
Was wäre aber, wenn
man den Tagesanfang kurz vor dem Zubettgehen ansetzt? Wenn man den
Schlaf als die erste Handlung des Tages betrachtet? Wenn diese
Erholungsphase genauso zu den Plänen der kommenden 24 Stunden zählt wie die Mails zu checken, auf Arbeit zu gehen, sich mit Freunden zu
treffen, ja eigentlich die ganze Grundlage für diese Dinge schafft? Könnte es nicht sein, dass eine gute Bewältigung dieser ersten Handlung dann genau so zu einem gelungenen Tag gehört wie alle darauffolgenden?
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