Eine Bewegung. Ein Gleiten auf der Haut. Der Finger bewegt sich mühelos. Es gibt keinen Widerstand außer der Luft und der sanften Reibung auf der Haut. Ich spüre diese Reibung. Sie ist angenehm.
Diese Bewegung könnte auch die innere Abgrenzung betreffen. Dann spüren wir beide die Eingänge ins Innere des jeweils anderen. Wir empfinden Lust. So ist es gedacht. So soll es sein.
Eine andere Bewegung. Sie erfordert Kraft. Der Widerstand ist das eigene Fleisch. Es tut weh. Diesen Weg gehen Wenige. Es fühlt sich falsch an. Der Zweck heiligt die Mittel, aber was ist der Zweck? Was erwarte ich im Dazwischen? Es ist rein explorativ. Die Hoffnung ist, dass sich das Leid irgendwann auszahlt. Jetzt zurückzugehen wäre töricht. Ich könnte auf Gold stoßen. Niemand außer mir war bisher hier. Und irgendwann wird der Widerstand weniger.
Ich bewege mich weiter durch meine Haut. Das muss ich tun. Doch als ich merke, was tatsächlich passiert, ist es bereits zu spät: Ich bin am Ende angekommen. Ich bin durch mich durch. Was einst mir gehörte, ist tot, fällt einfach ab.
Der Bankdiebstahl
vor 12 Jahren
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