Sonntag, 23. April 2017

Alias

Es ist wieder soweit. Ich sehe, wie meine unrealistischen Pläne einmal mehr in sich zusammenfallen - nur um in einer späteren Phase der Manie erneut durch mich geträumt zu werden, in fester Absicht ihrer Verwirklichung.

Dabei meinte ich, eine Sichtweise der Dinge gefunden zu haben, die mich nicht mehr depressiv werden lässt. Einen funktionalen Grundoptimismus, Ausprobieren statt Passivität, mit der naheliegenden Begründung, dass man mit letzterem nur verlieren kann. Und doch; da ist sie wieder. Hoffnungslosigkeit hat sich einmal mehr breit gemacht. Zuviel Unordnung ist durch mich entstanden, zuviel um es wieder gut zu machen. Jedenfalls könnte ich es nicht. Nicht jetzt. Und die Zeit schreitet immer weiter voran.

Natürlich kann ich es für heute gut sein lassen und morgen weitermachen. Nur kommt der Morgen zu schnell und es hat sich nichts verändert. Jahrelang habe ich es auf diese Weise probiert.

Ich werde nicht umkommen, nur weil mir die Sinnlosigkeit von allem ins Gesicht schaut. Das bin ich gewöhnt. Ich bin nur im Ab, nichts weiter. Das Auf wird wiederkommen. Allzu schlimm kann es also gar nicht sein, doch in einem Zustand wie dem Jetzigen wird mir klar, dass auch im Optimismus außer Träumen nichts ist;
dass ich
selbst in den produktiven Zeiten
nichts schaffe
das bestehen bleibt.