Zu viele Teile
wurden von mir genommen durch das Kämpfen, ich habe so Vieles
verloren und zurück bleibt nur Seltsames und Ungewissheit, die Zeuge
sind dass es schon viel zu lang gedauert hat, ich bin mir nicht
einmal sicher ob es ein Kampf ist oder es je gewesen ist, und wenn
ich nicht mehr weiß, was mit mir passiert, selbst das Passive nicht
mehr verstehe, kann ich auch keine Entscheidungen mehr treffen, ich
habe die Zeit bereits überlebt und es ist viel zu spät, überhaupt
noch zu entscheiden, aber es ist auch alles seltsam, deswegen eben
jetzt, viel zu spät, oder viel zu früh, vielleicht hat Zeit auch
gar nichts damit zu tun, und wogegen auch immer es ist, gegen das
sich dieser Kampf richtet, sei es gegen die Entropie, sei es gegen
die Müdigkeit, ja, sei es gar gegen dich, denn es kann ja sein, denn
die Grenzen zwischen Freund und Feind verschwimmen, ja, es passiert
unsagbar oft dass sich die Rollen über Zeitspannen innerhalb ein und
derselben Person auf teils dramatische, teils wundersame Weise
abwechseln, und manchmal fügt es sich so zusammen dass es mich sehr
glücklich macht, und es mag ja sein (obwohl so etwas nie die mir
unverständlichen Änderungen wieder gut machen könnte), dass es
gerade diese kleinen Inseln des persönlichen Wohls sind, die den
entscheidenden Unterschied machen, die die grundlegende Entscheidung
zum Weiterkämpfen aufrechterhalten, auch inmitten schwerer Zeiten,
aber wie könnten sie das denn sein, wenn es doch so gewiss ist, dass
jeder herzerwärmenden Begrüßung automatisch ein Lebewohl
innewohnt, wie können sie es sein, wenn stets mehr von mir genommen
wird als das ungefragte Ereignis mit sich brachte. Was auch immer mir
auferlegt wurde, wer mich testen wollte, wer mich unter
Generalverdacht stellte, ihr habt gesiegt und ich gebe auf. Ich habe gekämpft
und die Definition legt fest, dass Verlust ein möglicher Ausgang
ist, auch wenn du sagst, und ich höre es förmlich bereits wie du es
sagst, ich habe ja noch gar nicht alles ausprobiert, und es stimmt,
deine Methode habe ich nicht ausprobiert, doch ich will sie nicht
ausprobieren, denn es ist nicht der meine Weg, und scheitern muss ich
auf meine Weise, denn keinem außer mir wird die Verantwortung
zuzuschreiben sein die ich für meinen inneren Frieden so dringend
von mir abstoßen muss, sollte es dazu kommen dass ich auf fremdem
Wege scheitere, aber natürlich wird es das nicht alles gewesen sein
und ich kann auch schon an dieser Stelle zugeben, dass ich insgeheim
hoffe, dass es doch noch Gelegenheit geben wird, meinem Widersacher
ins Gesicht zu springen, ihn sagen zu hören dass ich ja bereits
aufgegeben habe und wie wenig Ehre darin liegt mein Wort zu brechen,
und ich werde ob dieser letzten versuchten Manipulation lächeln und
wissen, dass in Fragen dieses Ausmaßes persönliche Selbstachtung zu
einem bloßen Konzept verkommen ist und weniger wirklich ist als die
Luft.
Der Bankdiebstahl
vor 12 Jahren